Mitglieder Tour auf der Malý Dunaj - Slowakei

Vier beherzte Mitglieder unseres Vereins machten sich Ende Juli ´22 bei bestem Wetter auf, um diesen relativ unbekannten Fluss zu erkunden. Dabei wollten wir nicht nur das Abenteuer genießen, das 3 Tage Paddeln in einem touristisch wenig erschlossenen, naturnahen Gebiet bietet, sondern auch geeignete Streckenabschnitte für weitere Tourangebote erforschen.
Die Malý Dunaj zweigt kurz hinter Bratislava nördlich von der Donau ab und durchfließt in unzähligen, auch großen Mäandern eine Strecke von ca. 122 km, bis sie letztlich in die Waag mündet, die ihrerseits nach 25km in die Donau fließt. Bis ins 16. Jahrhundert bildete die Malý Dunaj sogar den Hauptstrom der Donau, nun ist sie ein fast unberührter Flusslauf mit vielfältiger Flora und Fauna. 
Unser Einstieg erfolgt bei Malinovo, wo Georg D. einen Kontakt zu einem Buffetbetreiber hergestellt hatte, der uns auch gleich die ersten Tipps für die bevorstehende Tour gibt und wo wir Bootshänger und Auto geschützt abstellen können.
Der erste Streckenabschnitt, der Fluss ist hier relativ schmal, beeindruckt sofort. Auf oft spiegelnder Wasserfläche paddelnd, gleiten wir bei sanfter Strömung durch ursprüngliche Auwälder mit alten, riesigen Bäumen. Schilf, malerische Grasbüschel und rot blühender Blutweiderich wachsen auf Totholzinseln in den Uferzonen. Viele kleine und große Libellen schwirren im Sonnenlicht. Immer wieder ragen Stege, auch bereits ziemlich wackelige, in den Fluss. Sie werden von einheimischen Fischern und Naturfreunden benutzt und führen zu oft einfach errichteten Hütten am Ufer. 
Nach ca. eineinhalb Stunden gelangen wir zum Kraftwerk Nova Dedinka. Hier heißt es aussteigen und die Boote und das beträchtliche Gepäck (Vorräte, Zelte usw. ) zu umtragen.
Dann gehts weiter. Da es ein Wochentag ist, sind wir in diesem Abschnitt allein am Fluss. Immer wieder sehe ich Graureiher, die vor uns auffliegen, große und kleine weiße Reiher, die in den Ästen sitzen oder nahe am Ufer stehen. Erstaunlich viele. Wenige Schwäne!
Wir fahren an einigen schön gelegenen Seegrundstücken mit hübschen Häusern vorbei, aber sofort anschließend ist das Ufer wieder unberührt, kilometerweit.
Zu unserem Erstaunen gibt es auch keine Gelsen! Wir haben am 1 Tag ca. 22km hinter uns gebracht. Der Internetempfang ist, obwohl alles sehr abgelegen scheint, die ganze Zeit verfügbar.
Am Ende der großen Flussschleife bei Jelka erwartet uns die die alte Flussmühle. Aus Holz erbaut, mit großem Mühlrad, wurde sie Ende des 19. Jh. in Betrieb genommen und verarbeitete bis 1951 die reichen Weizen und Getreideernten des Donautieflands. Im Gebäude selbst kann man die alten Gerätschaften besichtigen.
Das anliegende Gasthaus mit Terrasse zum Fluss serviert uns eine annehmbare Fischsuppe und kühle Getränke. Der Ort wird auch von einigen slowakischen und ungarischen Familien besucht, die hier Möglichkeiten zu Baden, Camping und Bootstouren finden. Auch wir legen einen erfrischenden Badestopp ein.
Wassermühle bei Jelka
Wassermühle bei Jelka
Ab nun soll es auch etwas touristischer werden. Ekochaty Eliášovce, ein neues Camp am rechten Flussufer bietet Tipis und Fässer zur Übernachtung an. Am Fluss treffen wir auf eine einheimische Paddelgruppe. Je zwei ihrer Kanus sind seitlich mit einander verbunden, also stabil im Wasser, das erlaubt ihnen ein recht ausgelassenes Driften.
Am späteren Nachmittag treffen wir beim Park Madarász ein. Wir hatten hier eigentlich eine kleine Ferienanlage erwartet, es erweist sich allerdings als Buffet/Restaurant mit Bootsverleih und Camping, mehr in Planung als in Funktion. Hier gibt es Hek, die regionale Fischspezialität und Burger. Dazu natürlich auch kaltes Bier und einheimischen Rotwein von Georg.
Die Übernachtung haben wir auf einem Campingplatz geplant, den wir in nach ca. Stunde erreichen.

In Potônske Lúky herrscht Hochbetrieb. Der Platz, sehr schön am Ufer gelegen, mit  guter, funktioneller Infrastruktur, ist bereits mit vielen Zelten anderer Paddelgruppen belegt. Für den nächsten Tag ist Regen angesagt. Am Zeltplatz ist wirklich was los und rundherum herrscht ein erheblicher Lärmpegel, auch noch nach unserem Abendumtrunk. Das sind wir kaum mehr gewohnt! 

Tatsächlich sind die Zelte am nächsten Morgen schon etwas feucht und größere Regenmengen werden erwartet. Unser Frühstück gestaltet sich als Stehbuffet rund um einen überdachten Tisch. Die von Günter mitgebrachten Wildspezialitäten und Jacquelines frischer Kaffee lassen uns dem weiteren Ablauf gelassen entgegensehen.

Letztlich entschließen wir uns hier abzubrechen, wie übrigens die anderen Paddelgruppen auch. Das Erlebnis bis dahin war so großartig, dass wir es nicht durch unnötige Schwierigkeiten mit tropfnasser Ausrüstung verderben wollen. Auch unsere Abholung und der Bootsrücktransport durch den Buffetbetreiber bei Malinovo klappt gut.

So bleibt die Lust auf mehr, die Spannung, auch die weitere Strecke kennenzulernen.  Wir haben mit den ersten 54km angefangen. Sie haben uns beeindruckt. Eine wunderbare Flusslandschaft, die so nahe bei uns liegt und doch nicht aus unserer Zeit scheint.

Wasserstand Leitha Ende Juli 2022

Leitha zwischen Bruck und Nickelsdorf kaum noch befahrbar!!!

und Wasserstand in Nickelsdorf

Und immer grüßt die Leitha /  Ende Juni

Dobrohost / Slovakei

Vereinsausflug 1.07.2022

Guide Training Module 2 und 3

Guide Training 2022

Wie kommt einen Kanu im Baum?

Paddelkurs für Anfänger 08.2021

Kentern-Übung am See

und dann ab auf der Leitha!

Tour auf der Moldau August 2021

Dunakiliti Juli 2021

Frühling 2021 Tour Rohrau/ Gattendorf

Making of Heimatleuchten:          "Im Naturparadies Leitha"                  Sendung Freitag 27.11. 2020       um 20:15 auf SERVUS TV

Dreharbeit in Gattendorf/ Nickelsdorf/ Mosonmagyaróvár

Tour Rajka bis Moson

und immer lockt die Leitha...

Auszüge aus unseren Leitha Touren im Juli 2020

Mitgliedertour am 14.07. auf der Schütt bei Dunakiliti, Ungarn

Der längste See ist ein Fluss

Die Donau ist der zweitlängste Fluss Europas. Das weiß jedes Kind. Na ja, fast jedes Kind. Nach unserer Erfahrungen jedoch ist die Donau, zumindest zwischen Passau (Bild oben)im Freistaat Bayern und Ybbs in Österreich, eher eine Kette von langestreckten Seen. Unterbrochen von Staumauern. Diesen Eindruck hatten wir auf unserer rund 160 Kilometer langen, fünf heiße Tage und einen Gewittertag dauernden Tour. 

Aber - wir haben diesen unangenehmen Donauabschnitt freiwillig und im vollen Bewusstsein unserer geistigen und sonstigen Kräfte gewählt. Als Test sozusagen für Ausrüstung und Kanadier sowie unsere Leidensfähigkeit, weil wir irgendwann von Ulm bis zum Schwarzen Meer paddeln wollen.

Unser 17,6 kg leichtes. 5,65 Meter langes Swift Carbon-Innegra Canoe, eine Keewaydin 18,6, hat mit einer "römisch I" bestanden. Boot und Ausrüstung waren 125 kg schwer. Über das nicht unerhebliche Gewicht der Besatzung wird höflich-nachsichtiges Schweigen bewahrt. Dennoch - das Canoe war hervorragend leicht zu paddeln, lag sehr ruhig auf dem Wasser und ließ sich, wenn nötig (etwas gekantet), gut drehen. Selbst gegen Wind mit rund 3 Beaufort und knackig-kurzen Wellen konnte das 18,6er gut und sicher auf Kurs gehalten werden. Ein großes Lob dem Konstrukteur David Jost. 

Weniger lustvoll waren die euphemistisch als Portagen bezeichneten Umtragungen der Kraftwerke. Die waren echte Schwerarbeit. Rutschige Rampen und die schaumgefüllten Räder des Bootswagens machten uns das Leben schwer. Denn die Last des Kanus samt Ausrüstung drückte die Reifen bis an die Felgen zusammen. Der Rollwiderstand war unmenschlich.

Besonderer Dank gebührt in diesem Zusammenhang einem rührigen Mitglied des Eisenbahner Kajak und Rudervereins Linz auf dessen Gelände wir unser Zelt gegen einen Kostenbeitrag von 9 € pro Person aufbauen durften. Dusche inbegriffen. Der hilfreiche Paddler führte uns sogar mit seinem Auto durch halb Linz zu einem Bauhaus, wo wir luftgefüllte Reifen für unseren Bootswagen erstanden.

 

Proviant: Hatten wir viel zu viel mitgenommen. Sicherheitshalber bunkerten wir Speis und Trank für vier Tage. Das war von Passau bis Ybbs nicht notwendig. Es gab überall fußläufig Gaststätten.

Bis auf einen einzigen Fall waren alle Menschen, die wir auf unserer Paddeltour getroffen haben, sehr freundlich. Man half uns das Kanu, noch mit Schaumstoffrädern ausgerüstet, zu ziehen, man brachte uns auf dem Nibelungen-Campingplatz einen guten Veltliner samt Kühlung und Gläsern zum Zelt und der Präsident eines OÖ. Rudervereines portagierte uns und unser Kanu mit seinem Privatauto um das Kraftwerk Ottensheim-Wilhering herum.

 

 

 

 

Und genau vor dem Kraftwerk Ottensheim-Wilhering kamen wir zum ersten und einzigen Mal in erhebliche Schwierigkeiten. Ein Ausflugsschiff aus Passau, das mit ungewohnt hoher Geschwindigkeit die Schleußenanlage anpeilte, überraschte uns mit hohen wuchtigen Wellen beim Slippen unseres Kanadiers, der schon halb auf der Rampe stand. Wir hatten keine Chance entsprechend zu reagieren. Der Kanadier wurde samt Gepäck auf das betonierte Ufer geschleudert. Wir dachten, das ist das Ende der Tour. Aber - das Carbon-Innegra Laminat kam mit einem kleinen Kratzer davon.

Ein Gewittertag und ein darauf folgender Schlechtwetter-Einbruch ließ uns dann unseren Törn etwas abrupt abbrechen. Aber - wir kommen wieder - das ist ganz gewiss.

Hilfreiche Literatur:

Kanuführer-Donau, Flußwandern.at

Wassersportkarte Österreich mit Donau ( Passau bis Bratislava -www.juebermann.de)

Dort, wo Straßenschilder auf drei Beinen im  stehen

Grado gehörte in den ersten April Tagen noch den Italienern, die Lagune jedoch den kühnen Paddlerinnen der Austrian Open Canoe Vereinigung, die zum Beginn der neuen Paddelsaison unbedingt Geruch und Geschmack des Salzwassers kosteten wollten.

Nur Tandempaddler hießen Wolfgang Hölbling sowie Katrin und Kud - das Organisations-Trio vom AOC - willkommen und von diesen nur diejenigen, die Mum und Muckies genug hatten, um aufs offene Meer zu streben.

Eine Mini-Abordnung des Kanuvereins Leitha Auen war dabei.  Und diese fand heraus: Schlamm gibt's nicht nur am Leitha-Ufer sondern auch in der ganzen schönen Grado Lagune. Ja - und Speis und Trank präsentierten sich durchaus den Land entsprechend, nämlich : sehr italienisch, sehr gut. 

 

Nun - die Paddlerinnen hatten das Glück der Tüchtigen. Kein Wind und keine nennenswerten Wellen. Nur ein wenig Gegenströmung den Isonzo hinauf. Auch die Wassertiefe bereitete keine Probleme. Man hielt sich brav an die Wegweiser. 29 km lang. Ganz schön knackig für den Saisonanfang.

Aber - Ende gut, Alles gut.

NEU: Kanutraining für Anfänger und Fortgeschrittene

 

siehe: TERMINE

Genuss-Paddeln im Schnee

Wenn die Bekleidung der Temperatur angepasst ist und auch sonst alle Vorsichtsmaßnahmen getroffen wurden, um das Vergnügen nicht zum lebensgefährlichen Fiasko werden zu lassen, dann macht auch ein Paddel-Ausflug im Winter Spaß. Besonders dann, wenn auch das Auge durch die schneebedeckte Natur erfreut wird.

Winterzeit ist nicht Paddel-Stop

Bevor sich die Natur zur Winterruhe begibt erfreut sie uns noch mit prächtigen Farben und bisweilen auch mit mildem Wetter. Dort, wo die Leitha in die Mosoni Donau fließt, ist eine Fahrt mit einem der Kanus unserer ungarischen Freunde ein besonderer Genuß. 

 

Hier kommt ihr direkt zu Informationen über unsere geführten Touren: 

 

Geführte Touren

Durch Klein-Amazonien auf der ungarischen Schütt bei Dunakiliti

Mit dem Wetter konnten wir es an diesem Wochenende (So,25. September 2016) nicht besser haben. Lufttemperatur knapp über 20 Grad, Wassertemperatur erträgliche 18 Grad und Wind: gar keiner. Rund vier Stunden dauerte die Tour, die wir mit Christiane und Günter Kolar (Hagebau Neusiedl a. See) sowie deren Mitarbeitern bei Dunakiliti auf den Donauarmen der Schütt bewältigten. Da machte es auch nichts aus, als zwei übermütige und ein ausgerutschter Paddler eine Ganz-Körper-Waschung provozierten. Spätestens nach dem zweiten Bier in der Sari Csarda (Dunakiliti), war die Kleidung wieder trocken.

Zwei Kanus, eine Pferdekutsche u. 32 km gegen den Strom paddeln

Oder: wie fühlt sich das an, 100 Meter vor dem Anlanden von der Gewalt der Strömung des Hochwassers auf der Szkigetköz besiegt zu werden. Und kurz vor dem Lagerplatz in Dunaremente auf die falsche Seite des Donauarmes getrieben zu werden.

Ehrlich - man ist froh dass der Kampf gegen das Hochwasser - zumindest für diesen einen Tag - vorbei ist. Noch dazu dort,  Wunder geschehen manchmal, wo eine leere Pferdekutsche auf dem Damm steht. Hoch sollen sie leben, die zwei Pferde der ungarischen Rasse Nonius, die ohne nervös zu werden die Kanu-Ungeheuer hinter sich duldeten.

Die zwei Kanadier waren jedenfalls schnell aufgeladen. Die erschöpften Paddler auch. Dann ging es die letzten 100 Meter mit zwei Pferdestärken zum Lagerplatz. Unsere ungarischen Partner haben den Ausstieg auf der richtigen Seite gegen die wirklich heftige Strömung dank ihrer Muckis und natürlich auch Technik geschafft. 

 

Man benötigt nicht immer eine Kutsche zum Kanutransport.

Das erste Bier ist rasch getrunken und die Zelte sind etwas weniger rasch aufgestellt. 

Da sucht einer Heringe an Land.

Zwiebel und Räucherspeck am frisch geschnitzten Spieß. Die Kraftnahrung für ungarische Outdoor-Spezialisten.

Das Lagerfeuer ist von unseren geschickten ungarischen Freunden bereits entfacht. Die ersten Spieße braten in der Hölle, Wein und Bier stehen reichlich auf den roh gezimmerten Tischen und Bänken. Das Fest kann beginnen.

Rückblick: Die Tour hatte am Samstag in Dunakiliti auf dem Vadviz-Camping-Platz verdächtig geruhsam begonnen. Bela Varga, unser Guide und Organisator, hatte für den Transport von Gepäck und Kanus über nur 300 Meter sogar Fahrzeuge organisiert. Wir mussten lediglich unsere Taschen ins Kanu schlichten und dann die Donau genießen.

26 bequeme Kilometer die Donau abwärts - aber dann ging es los. Harte Strömung bis zu einem Damm, denselben übertragen und dann weiter gegen die Strömung paddeln, knapp am Ufer entlang. Jede, aber wirklich jede, kleinste Gegenströmung musste ausgenutzt werden. Und immer wieder Portagen.  Gepäck ausladen, schleppen, Gepäck wieder einladen bis zum frühen Abend.

 

Jeder hatte so sein Pinkerl zu tragen oder das Kanu am Schnürl (ich weiß, das heißt Painter) durch Furten und über überschwemmte Straßen zu ziehen.

Am späten Nachmittag am Sonntag dann endlich anlanden auf dem Vadviz Campingplatz. Ein Bier, zwei Bier, wer zählt schon mit. Anerkennende Blicke von ungarischen Paddlern. Was, Ihr habt mit Bela eine Tour gemacht? Man muss wissen: Bela paddelt bei so jedem Kanu-Marathon mit, der in Ungarn und Umgebung veranstaltet wird. Auch wenn der Wettbewerb 175 km lang ist. Jetzt wissen wir das auch.

Wir sind jedenfalls an zwei Tagen insgesamt 62 km gepaddelt. 26 km stromabwärts und 36 km stromaufwärts. Das hat uns unser Guide Bela Varga, der die Tour mit einem GPS dokumentiert hat, einen Tag später mitgeteilt.